Karpaltunnelsyndrom während der Schwangerschaft



Erscheinungen Carpaltunnelsyndroms in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft erlebt der weibliche Körper erhebliche hormonale und physiologische Veränderungen, die auch zu Beschwerden führen können. Erscheinungen wie Kribbeln in den Fingern - speziell im Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger – oder gar Taubheit der Finger können mit dem Karpaltunnelsyndrom verbunden sein. EPITACT® präsentiert hier den möglichen Zusammenhang zwischen Schwangerschaft und den Symptomen dieser Pathologie – und wie Sie die Beschwerden minimal halten können. 

Was ist das Karpaltunnelsyndrom ?

Das Carpaltunnelsyndrom erscheint wenn der Mediennerv im Carpaltunnel im Handgelenk übermäßigem Druck ausgesetzt wird. Die häufigsten Symptome sind Gefühle wie Kribbeln, Schmerzen und Taubheit in den Fingern. Betroffen sind der Daumen, der Zeigefinger, der Mittelfinger und möglicherweise auch der Ringfinger auf der inneren Seite. Verschiedene Faktoren kommen da im Spiel, die zu Schmerzen führen. Darunter zählt man interne personenbedingte Gründe wie der geschwollene Raum im Karpaltunnel , sowie äußere Faktoren, die die Außenstruktur des Karpaltunnels(7) ändern können. Die Schmerzen beim Karpaltunnelsyndrom stören meist in der Nacht und beeinträchtigen oft die Schlafqualität(1).  

Ist Schwangerschaft ein Risikofaktor des Karpaltunnelsyndroms?

Schwangerschaft bringt morphologische und physiologische Änderungen des weiblichen Körpers mit sich, die auch zu Funktionsstörungen führen können. Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) gehört zu den möglichen Pathologien während der 9-monatigen Schwangerschaft. In den letzten drei Monaten erhöht sich das Risiko(2,3), auch wenn die Wahrscheinlichkeit in den früheren Monaten nicht abzusehen ist(2,4). Während die Rate in der Gesamtbevölkerung ca. 4%(5) erreicht, erhöht sie sich bei schwangeren Frauen auf 7 bis 62%(6). Diese Zahlen weisen auf ein eindeutiges Risikofaktor des Carpaltunnelsyndroms in der Schwangerschaft(2)

Warum trägt Schwangerschaft zum Karpaltunnelsyndrom bei?

Während der Schwangerschaft kommen zusätzliche Risikofaktoren ins Spiel, die das Karpaltunnelsyndrom begünstigen können. Der schwangerschaftsinduzierte Hormonenwechsel und die Wasserretention sind die Hauptfaktoren(4,8) bei der Erscheinung dieser Erkrankung. Wasserretention ist von einem geschwächten venösen Ruckfluss verursacht und bildet eine örtliche Schwellung, die den inneren Raum im Karpaltunnel reduziert und somit den Druck auf den Mediannerv erhöht. Auch die Gewichtzunahme während der Schwangerschaft ist ein zusätzlicher Risikofaktor für das Karpaltunnelsyndrom (9)

Welche Lösungen können Beschwerden in den Fingern bei der Schwangerschaft lindern?

Viele Lösungen bieten sich bei Symptomen des Carpaltunnelsyndroms an. Bei Schwangerschaft sind je nach Grad der Symptome konservative Behandlungen zu medizinischen bzw. chirurgischen Eingriffen vorzuziehen. Darunter sind Schienen für das Handgelenk oft ausreichend, die das Handgelenk in einer neutralen Stellung bzw. in einem 20°-Winkel fest halten – ggf. kombiniert mit Einspritzungen von Steroiden(8).  

EPITACT® hat Spezialschienen für das Handgelenk als alternative Behandlung beim Karpaltunnelsyndrom für den Tag sowie die Nacht entwickelt: so können die Schmerzen und Beschwerden entlastet werden – natürlich auch in der Schwangerschaft. Die Handorthese CARP’activ™* für den Tag ermöglicht korrekte, schmerzlose Handbewegungen und dabei die volle Nutzung der Hand im Alltag. Als Ergänzung sichert die Handorthese CARP’immo™* die korrekte Ruhigstellung des Handgelenks während der Nacht durch Immobilisierung – somit werden die Schmerzen reduziert; Sie können wieder tief und ungestört schlafen

In schlimmsten Fällen kann nach ärztlicher Diagnose und Verschreibung eine operative Behandlung im frühen Schwangerschaftsstadium bzw. nach der Geburt vorgesehen werden. 

In der Regel verschwinden die Erscheinungen des Carpaltunnelsyndroms nach der Entbindung; doch bei manchen Frauen können sie noch bis zu 3 Jahren nach der Geburt (10,11) verbleiben.

* Diese Produkte sind Medizinprodukte der Klasse I, die gemäß diesen Vorschriften die CE-Kennzeichnung tragen. Lesen Sie vor dem Gebrauch die Anweisungen sorgfältig durch. Hersteller: Millet Innovation. Januar 2021
 
QUELLEN : 
1. Aboonq MS. Pathophysiology of carpal tunnel syndrome. Neurosciences (Riyadh). janv 2015;20(1):4 9. 
2. Oliveira GAD de, Bernardes JM, Santos E de S, Dias A. Carpal tunnel syndrome during the third trimester of pregnancy: prevalence and risk factors. Arch Gynecol Obstet. sept 2019;300(3):623 31. 
3. Pazzaglia C, Caliandro P, Aprile I, Mondelli M, Foschini M, Tonali PA, et al. Multicenter study on carpal tunnel syndrome and pregnancy incidence and natural course. Acta Neurochir Suppl. 2005;92:35 9. 
4. Meems M, Truijens S, Spek V, Visser L, Pop V. Prevalence, course and determinants of carpal tunnel syndrome symptoms during pregnancy: a prospective study. BJOG: Int J Obstet Gy. juill 2015;122(8):1112 8. 
5. Atroshi I, Gummesson C, Johnsson R, Ornstein E, Ranstam J, Rosén I. Prevalence of carpal tunnel syndrome in a general population. JAMA. 14 juill 1999;282(2):153 8. 
6. Padua L, Di Pasquale A, Pazzaglia C, Liotta GA, Librante A, Mondelli M. Systematic review of pregnancy-related carpal tunnel syndrome. Muscle Nerve. nov 2010;42(5):697 702. 
7. Genova A, Dix O, Saefan A, Thakur M, Hassan A. Carpal Tunnel Syndrome: A Review of Literature. Cureus [Internet]. 19 mars 2020 [cité 2 sept 2020]; Disponible sur: 
8. Weimer LH. Neuromuscular disorders in pregnancy. In: Handbook of Clinical Neurology [Internet]. Elsevier; 2020 [cité 2 sept 2020]. p. 201 18. Disponible sur: 
9. Wright C, Smith B, Wright S, Weiner M, Wright K, Rubin D. Who develops carpal tunnel syndrome during pregnancy: An analysis of obesity, gestational weight gain, and parity. Obstet Med. juin 2014;7(2):90 4. 
10. Zyluk A. Carpal tunnel syndrome in pregnancy: a review. Pol Orthop Traumatol. 7 oct 2013;78:223 7. 
11. Turgut F, Cetinşahinahin M, Turgut M, Bölükbaşi O. The management of carpal tunnel syndrome in pregnancy. J Clin Neurosci. juill 2001;8(4):332 4. 

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